Eine Weihnachtsfeier mit Überraschungen

Zum Auftakt der Adventszeit traf sich der Glückstädter Bridgeclub nahezu vollzählig im stimmungsvoll geschmückten Klevenhof zwischen Glückstadt und Elmshorn. Für Festlichkeiten fühlen wir uns dort traditionell bestens aufgehoben – und auch diesmal zeigte sich wieder, warum. Unsere Gastgeberin Ingrid Veltrup hatte ein Kuchenbüfett aufgebaut, das schon beim Hinschauen die innere Stimme flüstern ließ: „Ein Stück geht noch – zur Not als Forschungsprojekt.“ Von nussigen Klassikern über fruchtige Torten bis hin zu kleinen, kunstvoll drapierten Versuchungen war alles vertreten.

Gut gesättigt wechselten wir an die Tische: 21 Boards standen an – und zur allgemeinen Freude gab es damit endlich wieder vier Anschriften. Sofort entwickelte sich die typische Mischung aus stiller Konzentration, fachkundigem Stirnrunzeln und gelegentlichen Ausrufen, die man wohl nur im Bridge versteht. Und natürlich wurde angeregt diskutiert, ob man dieses oder jenes Gebot nicht eigentlich hätte kommen sehen müssen.
Sportlich betrachtet blieb alles in bewährten Bahnen: Die üblichen Favoriten sicherten sich die oberen Plätze. Allerdings gab es eine kleine Weihnachtsüberraschung – das Team, das sonst mit bemerkenswerter Konsequenz die rote Laterne spazieren trägt, spielte sich dieses Mal mehr als achtbar nach oben. Manch eine fragte sich, ob am Kuchenbüfett vielleicht leistungssteigernde Substanzen im Umlauf waren.

Ein Highlight im Saal: Unsere Vorsitzende erhielt ein liebevoll gestaltetes Adventsgesteck – ein Geschenk, das den Raum sofort noch wärmer wirken ließ. Ein stiller, schöner Moment mitten im Weihnachtstrubel.
Auch an unsere langjährige Vorsitzende Gerda Prager, die aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, wurde gedacht. Sie hatte für den Club einen Kartengruß geschrieben, und alle wünschten ihr rasche Genesung. Die Hoffnung, sie bald wieder in unserer Runde zu sehen, war deutlich spürbar.
Nicht fehlen durften die kleinen Randbemerkungen, die unsere Clubatmosphäre so lebendig machen. Eine langjährige Clubfreundin ließ nach einem etwas missglückten Reizverlauf ein tiefes Seufzen hören und murmelte: „Vielleicht sollte ich mal ’nen Kurs machen …“ – ein Satz, der an mehreren Tischen für zustimmendes Nicken und sanftes Schmunzeln sorgte.
So endete ein rundum gelungener Nachmittag: mit guten Karten, feinem Gebäck, vielen Gesprächen und einer Stimmung, die deutlich machte, warum wir diesen Club so schätzen. Ein weihnachtlicher Ausklang, der uns bestens auf das kommende Bridgejahr einstimmt.
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