
Wind gegen Pavillon … da wurden Erinnerungen an Mary Poppins wach!
Die Planung war eigentlich perfekt. Kaffee war gekocht, Mitglieder hatten Kuchen und köstliches Käsegebäck gebacken, Namensschilder vorbereitet und unser Quiz „Bestehen Sie das Bridgeabitur?“ mit allerlei kniffligen und augenzwinkernden Fragen rund ums Bridgespielen lag druckfrisch bereit.
Pünktlich um 7.45 Uhr machte sich das Aufbau-Team mit Bollerwagen, Boards, Bietboxen und Campingstühlen auf den Weg zur Matjesmeile. Christiane Plate, Rose Marie Fertig und Claudia Broadhurst trafen dort auf Inge Hauschildt, die zur allgemeinen Motivation einen köstlichen Erdbeerkuchen mitgebracht hatte.
Gemeinsam wurde der Pavillon aufgebaut.
Dann kam der Wind.
Und noch mehr Wind.
Und schließlich richtig viel Wind.
Plötzlich hob unser Pavillon ab und machte einen ungeplanten Ausflug zum Nachbarstand. Zum Glück blieb es bei einem gehörigen Schrecken und einigen hektischen Fangversuchen.

Unsere Festmacherleine wurde zur Plakatwand
Was folgte, war eine kreative Demonstration norddeutscher Improvisationskunst. Mit Zeltheringen, Pflastersteinen und vereinten Kräften versuchten wir, das widerspenstige Bauwerk zu bändigen. Als auch das keine vollständige Entspannung brachte, wurde der Pavillon schließlich mit einem Tampen an der nächstgelegenen Laterne festgemacht. Die Leine erwies sich dabei gleich doppelt als nützlich: Sie diente fortan als perfekte Aufhängung für unsere Banner.
Vor Regen bot der Pavillon immerhin etwas Schutz. An entspanntes Bridgespielen war jedoch kaum zu denken. Selbst als später unsere Freunde vom Bridgeclub Itzehoe die Sonne mitbrachten, wollte sich das Wetter nicht wirklich geschlagen geben.

Um 10 Uhr kam die erste Verstärkung aus Itzehoe
Um 13 Uhr mussten wir schließlich einsehen, dass an diesem Tag nicht wir die besseren Karten hatten. Der Stand wurde abgebaut, und der mitgebrachte Kuchen wurde mit unseren Gästen aus Itzehoe geteilt. So endete der Tag zumindest kulinarisch sehr erfolgreich.

Kapitulation bei Kaffee und Kuchen: Mit vereinten Kräften wurde der Stand abgebaut.
Auch wenn unser Freiluft-Auftritt deutlich kürzer ausfiel als geplant, haben wir als Club einiges unter Beweis gestellt: Organisationstalent, Improvisationsvermögen, Durchhaltewillen und vor allem echten Teamgeist. Gegen das Wetter konnten wir nicht gewinnen – aber wir haben gemeinsam das Beste daraus gemacht.
Besonders gefreut hat uns der Besuch unserer Bridgefreunde aus Itzehoe. Bereits vor Ort entstand die Idee, die Kontakte zwischen beiden Clubs zu vertiefen und sich künftig gegenseitig bei Spielabenden zu besuchen.
Und so bleibt von diesem stürmischen Tag nicht nur die Erinnerung an einen fliegenden Pavillon, sondern auch die Aussicht auf neue Begegnungen und gemeinsame Bridgeabende. Das ist doch ein ziemlich schöner Ausgang für ein Event, das buchstäblich vom Winde verweht wurde.
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