Manche Gerüchte halten sich hartnäckig.
Alligatoren in der Kanalisation. Die ominöse Yuccapalme, in der Spinnen ihre Eier legen.
Und natürlich die Behauptung, dass Reizen beim Bridge eine hochkomplizierte Angelegenheit sei.

Am Freitag, den 17. April wurde beim Spieletreff im „Glücksknoten“ zumindest Letzteres gründlich überprüft – und leise zu den Akten gelegt.

Magische Zahlen, bunte Kärtchen als Bausteine und 40 Punkte – mehr braucht es nicht, um die Grundzüge des Reizens kennenzulernen.

Drei neue InteressentInnen wagten den Einstieg und landeten direkt mitten im Experiment: Bridge mit Bauklötzen.
Statt Karten gab es farbige Papierquadrate – grün für Treff, gelb für Karo, rot für Coeur und blau für Pik. Dazu ein Stapel Punkte (insgesamt 40), aus dem sich jede und jeder bediente. Dazu schauten wir uns die magischen Zahlen an.

Und dann ging es los:
Wer hat 12 Punkte und darf etwas sagen?
Welche Farben bringen wir gemeinsam auf die Straße?
Und wie kommen wir eigentlich zusammen ans Ziel?

Das alles wurde nicht gerechnet, sondern gebaut.

Wer viel hat, kann teuer bauen … Mit 18 Punkten reichte es nur für eine kleine Brücke. Wer beim Schlemm richtig abräumen will, sollte auch reichlich Punkte haben.

Besonders anschaulich wurde es mit unseren drei Brücken:
Von der kleinen, soliden Verbindung für den Anfang über die tragfähige Landstraße bis hin zur großen, eindrucksvollen Brücke für die ambitionierten Schlemmreizungen.
Plötzlich war sichtbar, was sonst nur Zahlen sind: Wann etwas trägt – und wann es vielleicht doch noch ein bisschen mehr Substanz braucht.

Nebenbei wurde genascht, gelacht und mit wachsender Sicherheit gereizt.
Ganz ohne Tabellen, dafür mit überraschend viel Überblick.

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst Brücken zu bauen:
Am 28. April startet ein neuer VHS-Kurs in Glückstadt unter der Leitung von Dr. Dirk Bisping.

Fazit des Nachmittags:
Die Sache mit den Alligatoren bleibt ungeklärt.
Die Sache mit dem komplizierten Reizen eher nicht.


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